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Beschreibung von Vasily Perovs Gemälde „Mädchen“

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Perov ist einer der Wanderer, die den Dekabristen etwas ähnlich waren, nur wenn die Dekabristen die Welt mit einem freundlichen Wort und einer Waffe verändern wollten, glaubten die Wanderer (und vielleicht waren sie naiv), dass sie die herrschenden Schichten durch die Kraft der Kunst erreichen könnten.

Meistens schrieben sie einfache Leute, ihre Nöte und Freuden. Jemand vergeistigte bekannte Bauerngesichter und zeigte ihre einfache Würde, jemand zeigte Skizzen, die den alltäglichen Adel erzählten, jemand schrieb Widerlegungen zur offiziellen Propaganda.

Perov hingegen verspottete in der Regel die dummen und schädlichen Bräuche kichernder Landbesitzer, die den Priestern keinen Nutzen brachten. So gibt es unter seinen Gemälden die "religiöse Prozession" und "Teetrinken in Mytischchi", die die Sünden des Klerus lächerlich machen, "die Beerdigung des Toten", die die Einsamkeit der Bauern zeigen, die sich nicht darum kümmern.

Das „Mädchen“ wird auf seine Weise aus dieser Reihe geworfen. Es ist keine Lächerlichkeit darin, nur der Wunsch, die Schönheit ruhig und unparteiisch zu vermitteln, die wie jede Tugend sowohl der Bäuerin als auch der edlen Frau innewohnen kann. Auf dem Bild sitzt auf einem Hügel auf dem Feld ein Mädchen. Sie steht dem Betrachter halb zur Seite, ihr Gesicht ist nur im Profil sichtbar. Sie ist sehr jung. Die Nase ist leicht nach oben gedreht, die Wange ist geschwollen, die Hände umarmen die Knie. Ein langes Geflecht senkt sich unter den Rücken. Das Mädchen schaut in die Ferne, ohne ein Lächeln und ohne große Aufmerksamkeit, nur um sich von einem langen, harten Tag auszuruhen.

Neben ihr schaut auch ein Kind - kaum ein zu großer Sohn, sondern ein Bruder - in Richtung Sonnenuntergang. Das Feld um sie herum schafft ein Gefühl von Frieden und Einheit mit der Erde. Es scheint, dass Sie den Geruch von gemähtem Gras und warmem Boden von ihm spüren können, hören Sie die Vögel singen. Das sanfte Licht der Sonne überflutet die Gesichter der Kinder, und sie wirken auf ihre Weise heilig, ein Teil der Erde, geboren aus Sonnenuntergang und Gräsern, und nicht die schmutzige, stickige Welt der grauen Städte.





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